Tourism - Boniface 2004 - Boniface of Crediton

Hollands Deutsch Français English BONIFAZIUS VON CREDITON
Bonifazius Von Crediton

Sachs-Mönch, Missionar
und Märtyrer
Der erste Europäer
Schutzpatron Deutschlands
und der Niederlande
Geb. 680 - Gest. 755

Lebengeschichte
Bonifazius, zurest Wynfrith genannt, wurde ca. 680 in Crediton, Devon geboren.

Wr studierte im Benediktinerkloster in Nursling, bei Southampton, wo er sich als so begabt erwies, und so hoch geachtet war, daß nach dem Tod des alten Abtes, Wynfrith seine Position angeboten wurde. Er fuhlte sich jedoch zum Leben eines Missionars berufen, und machte sich im Jahre 716 auf, um die heidnischen Stämme in Friesland zue bekehren.

Obwohl seine erste Missionsreise keinen Erfolg hatte, brachte ihm seine spätere Arbeit in Friesland und in Hessen - dieses Mal mit voller päpstlicher Unterstützungden Ruf ein, ein hervorragender Missionar und Verwalter zu sein. Während dieser Zeit gab ihm der Papst den Namen Bonifazius.

In Jahre 722 ernannte ihn Papst Gregor II zum Bischof ganz Deutshlands ostlich des Rheins, und Bonifazius begann 30 Jahre Missionsarbeit in Hessen und Thuringen Mutig ging er gegen den Aberglauben an, fallte mit eigener Hand vor den Augen der feindlichen Stammemitglieder Thors heilige Eiche in Geismar und grundete eine bluhende, neue Kirche,

Im Jahre 738 wurde er Erzbischof, und kronte Pippin zum Konig aller Franken in Soissons im Jahre 751 - ein Akt, der den Bund zwischen der frankischen Krone und dem Papsttum herstellte, der 30 Hahre spater zum Grundstein des Heiligen Romischen Reiches Karls des Groben werden sollte.

Mit 70 brach er auf, um die wilden stamme von Friesland zu zähmen. Am 5 Juni 755 wurden er und seine Begleiter bei Morgengrauen von einer Bande heidnishcer Krieger bei Dokkum uberfallen. Vonifazius wurde mit einem Schwert erschlagen, da die Heilige Schrift durchhacte, die er zum Schutz seine Kopfes erhoben hatt Sein Leichnam wurde sinem Wunsch gemass nach Fulda zum Begrabnis gebracht.


Bonifazius tauft. Sacrementarium aus Fulda, 11. Jahrhundert

Marksteine
597 Tod St. Columbas, des Vorkämpfers des keltischen Christentums. St. Augustin, Vorkämpfer des römischen Christentums, kommt nach Britannien.
632 Tod des Propheten Mohammed in Mecca.
663 Synode von Whitby beschließt, das römische Christentum anzuerkennen.
680 Geburt des Wynfrith (Bonifazius) in Crediton.
717 Der Kaliph läßt sich zum Emir von Südfrankreich ausrufen.
723 Sieg über die alten Widersacher: Bonifazius fällt die Thor-Eiche in Geismar.
732 Seig über die neuen Widersacher: Karl Martell, der Häuptling der Franken, schlägt die Muslime in der Schlägt bei Tours/Poitiers.
739 Klostergründung in Crediton, wahrscheinlich auf Wunsch des Bonifazius.
743 Geburt Karls des Großen, Enkel des Karl Martell, Sohn des Pippin.
751 Pippin wird von Bonifazius in Soissons zum König aller Franken gekrönt.
755 Märtyrertod des Bonifazius in Dokkum in Friesland, und Begäbnis in Fulda in Hessen.
768 Karl der Große wird König der Franken.
800 Karl der Große wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
909 Gründung des ersten Bischofssitzes in Devon, in Crediton bis 1050.

Die Legende des Christbaums
Einer hübschen Tradition nach soll Bonifazius den Christbaum erfunden haben.

Die Thor-Eiche in Geismar wurde von Bonifazius in einer gut arrangierten Konfrontation mit den alten Göttern und den ansässigen heidnischen Stämmen gefällt. Danach erklärte Bonifazius eine Tanne, die zwischen den Wurzeln der Eiche wuchs, zu einem neuen Symbol: 'Das Holz dieses bescheidenen Baums dient dazu, eure Häuser zu bauen: laßt Christus das Zentrum eures Hauses sein. Seine Nadeln bleiben auch im finstersten Winter grün: laßt Christus immer euer Licht sein. Seine Zweige strechen sich aus, um euch umzufangen, und sein Wipfel zeigt den Himmel: laßt Christus euren Trost und euren Wegweiser sein.'

Der Baum wurde für die Völker Deutschlands zum Zeichen Christi, und heute ist er überall das Wahrzeichen von Weihnachten.


Die Eiche von Geismar

Ein Gebet des Heiligen Bonifazius

Ein Gebet des Heiligen Bonifazius

Eimger Gott, Zuflucht und Hilfe all Deiner Kinder,
wir preisen Dich für alles, was Du uns gegeben hast,
für alles, was Du für uns getan hast,
für alles, iras Du für uns bist.
In unserer Schwäcl-ie bist Du unsere Kraft;
in unserer Finsternis bist Du unser Licht;
in unserem Kummer bist Du unser Trost und unser Friede.
Wir können Deine Gnade nicht messen,
wir können Deine Liebe nicht loten:
Sei gesegnet für all Deinen Segen.
Laß uns so leben, als seien wir bei Dir,
und die Dinge lieben, die Du liebst,
und Dir in unserem tätlichen lieben dienen
durch fesurn Christum unseren Herren.

Freund des Friedens


das Wappen des St. Bonifazius

Bonifazius wurde zu dem Zeitpunkt geboren, als Sachsen Gerade Devon das Wappen des ganz erobert hatten. Der Sachsen-Häuptling Cenwealh hatte die Briten immer weiter nach Westen verdrängt. Im Jahre 661 wurde in Posentesbyrig eine Schlacht geschlagen; das könnte die Bergfestung aus der Eisenzeit in Posburv sein, 3 km von Crediton. Die Sachsen konnten nun die fruchtbaren Flußtäler der Exe und der Creedy kontrollieren.

Einer schönen alten Tradition nach soll Bonifazius' Vater ein Sachsen-Thegn (Prinz) gewesen sein, und seine Mutter britisch. Sie nannten ihren Sohn Wynfrith, 'Friedensfreund', um zu zeigen, daß zwei Volker zusammengekommen waren.

Nach William von Malmesburv, Mönch und Historiker (geb. 1090), sollen Briten und Sachsen in Exeter bis ins 10. Jahrhundert zusammen gelebt haben. St. Petroc war die britische Kirche, St. Sidwell die sächsische. Als junger Mönch in Exeter würde Wynfrith die verschiedenen Traditionen und Probleme des keltischen und römischen Christentums erlebt haben.

Im Geist war er ein Kind der neuen 'englischen' Kirche. Die alten keltischen Missionarsmönche mit ihrer persönlichen Heiligkeit und ihrer feurigen Evangelisation gehörten zu sienem Erbgut, ebenso wie das römische Talent für Ordnung und Disziplin. Den Klöstern, die er gründete, gab Bonifazius die Regel des Heiligen Benedict als Vorbild und Richtschnur. Der benediktinische Einfluß auf die europäische Gesellschaft wuchs ungeheuer durch das ganze Mittelalter hindurch. Die Reisen und die Briefe des Heiligen Bonifazius sind Beweis seiner Energie und seiner Frömmigkeit. In diesem unserem neuen ökumenischen Zeitalter begrüßen wir die Verschmelzung christlicher Traditionen und Gaben, die wir bei Bonifazius finden.
Indem er sein Leben dem Dienst widmete, Stämme und Menschen ueinander ist die Kirche wir ein zu führen ('denn sie sind Bein von unserem Bern, Fleisch von unserem Fleisch) gewann Wynfrith einen neuen Namen, den ihm Papst Gregor II gab, Bonifazius, 'Täter des Guten'.

'Auf ihrer Fahrt uber
den Ozean dieser Welt
ist die Kirche wie ein
Schiff, das von den
Wellen der verschielenen
Ansprüche des Lebens
ü berschwemmt und,
behämmert wird. Es
ist unsere Pflicht, das
Schiff nicht zu
verlassen, wildern es
auf Kurs zu halten.'

Aus den Briefen des Bonifazius

Das Bonifazius-Zentrum
Ein großes, schönes Zentrum für die ganze Stadt, fürihre Gemeinden und Besucher ist neben derCollegienkirche in Crediton entstanden.

Die Geschichte des Bonifazius lebt dort praktisch weiter, indem Menschen verschiedenster christlicher Traditionen, aller möglichen Berufe und aus den vielen europäischen Ländern hier willkommen sind.
Das Zentrum ist jeden Tag geöffnet, und es gibt warme Speisen und Getränke, und Informationen für Pilger und Besucher.

Die Bonifazius - Gesellschaft
Crediton in England, Dokkum in den Niederlanden und Fulda in Deutschland stehen in engem Kontakt durch das Leben des Bonifazius. Es gibt eine Liste aller Kirchen, die weltweit ihm geweiht sind, und es wird ihrer in der Fürbitte gedacht. Es ist das Ziel der Gesellschaft, durch ihre Arbeit christliche Frömmigkeit und europäische Gemeinschaft zu fördern. Nähere Einzelheiten erhältlich vom 'Boniface Centre Office', Church Lane, Crediton.

Der Nationale Schrein
Viele Pilger besuchen die römisch-katholische Bonifazius-Kirche in Crediton, um die beiden Reliquien des Heiligen zu sehen, die der Bischof von Fulda gespendet und als echt bestätigt hat: sie bilden eine wichtige, konkrete Verbindung mit dem Heiligen.
Ein Stein vom Grabmal des Heiligen Bonifazius ist in das Kirchengebäude eingemauert. Ein Steinrelief des Bonifazius beim Fällen der Eiche in Geismar ist Fokus für das Gebet der Pilger. Die Mönche von Buckfast Abbey haben die bunten Clasfenster gemacht und gestiftet zu Ehren eines Mit-Benediktiners.

Der Bonifazius-Brunnen und seine Statue können in Newcombes Meadow besichtigt werden, und er ist angeblich in Tolleys, in der Nähe von Mill Street geboren.

All diese Information ist enthalten in der Broschüre über den Stadtrundgang
von Crediton erhaltlich vom Gemeinderat, oder vom Touristeninformationszentrum
Das Touristeninformationszentrum liegt in High Street, Crediton, und ist nur von Osten bis Oktobor geöffnet. Das Zentrum kann auf viele Besucheranfragen antworten, und kann auch mit Unterbringung helfen
Tel. No: +44 1363 772006
Text von Pastor Anthony Geering
Gedruckt mit Hilfe des Mid-Devon Kreisrates, 1996.

Website designed and promoted by Raise Your Sites